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Zunächst wird eigene Überlegenheit demonstriert (Imponiergehabe). Dies kann aber schnell in Aggression übergehen. Der andere Hund kann drohen oder plötzlich angreifen (was nicht für ihn spricht) oder er kann sich unterwerfen. Wenn sich die Hunde gleich stark einschätzen und es sich nicht um aggressive Hunde handelt, können sie auch hocherhobenen Hauptes auseinander gehen, wobei Rüden in der Regel "markieren", d.h. sie setzen am nächsten markanten Punkt ihren Urin ab und scharren anschließend sehr selbstbewusst. Wenn Artgenossen in der Nähe sind, dann wird mehr markiert und gescharrt. Das Markieren der Rüden und auch mancher Hündinnen diente ursprünglich der Revierabgrenzung und gehört zum "angewölften" Verhalten unserer Haushunde - also ein Erbe ihres Stammvaters. Freilaufende Hunde in den Dörfern, respektieren in der Regel die Markierungen der anderen Hunde und reagieren mit Flucht, wenn sie vom "Revierinhaber" in dessen Gebiet erwischt werden. Ihre "armen" Brüder in den Städten werden durch die laufenden "Revierüberschneidungen" der vielen Hunde gezwungen, ihren Urin in Kleinstdosierungen immer öfter abzusetzen, um die unerwünschten Marken der vielen Anderen zu übertünchen. Da ihr Urinvorrat aber nicht unerschöpflich ist, heben sie, selbst wenn sie schon längst leer sind, immer noch verzweifelt das Bein und tun so "als ob".
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