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Nun wenden wir uns aber den Verständigungsmöglichkeiten bei der Erziehung und Ausbildung von Hunden und den Verständigungsmöglichkeiten im täglichen Umgang mit unseren Hunden zu.
Bisher wissen wir, wie sich der Hund uns gegenüber verhält, wenn er uns etwas sagen will. Welche Möglichkeiten haben aber wir Menschen, wenn wir Verbindung mit dem Hund aufnehmen müssen, weil wir mit ihm "sprechen" oder ihn etwas “lehren” wollen?
Wie ich bereits erwähnte, müssen wir mit unseren "Sendungen" auf seinen "Kanal" umschalten. Wir benötigen dazu folgende “Sendereinstellungen” (Sinne, die angesprochen werden!):
- Hören
- Sehen

- Fühlen (körperlich)
- Fühlen (seelisch)
Der Hund hört um ein Vielfaches besser als der Mensch. Sie brauchen ihn also nicht anzuschreien!
Um den Hund zu einem bestimmten Verhalten zu veranlassen, muss ich ihm zunächst sagen, was ich von ihm will.
Mit dem entsprechenden Hörzeichen (später auch Sichtzeichen!), z.B. "Sitz", benutzen Sie eine sogenannte "stellvertretende Einwirkung". Benutzen Sie für die verschiedenen “Aufforderungen” immer die gleichen Hörzeichen oder Sichtzeichen, für jede “Aufforderung” ein eigenes Zeichen.
Diese müssen immer gleich, konsequent und in gleicher Stimmlage verwendet werden. Hunden fehlt ein "Wortverständnis" völlig. Sie können nur lernen, den Klang des Wortes mit bestimmten Aufforderungen zu "verknüpfen".
Alles gar nicht so einfach, oder? Ich versuche es mal an Hand des “Sitz” zu verdeutlichen.
Ihr Hund steht angeleint zu Ihrer linken Seite. Sie geben ihm das Hörzeichen "Sitz", nehmen ihn mit der rechten Hand an der Leine etwas hoch. Gleichzeitig formen Sie mit den Fingerkuppen der linken Hand “ein Pfötchen” und tupfen ihn an der Kruppe leicht an, (diese körperliche Hilfe nennt man "ursprüngliche oder tatsächliche Einwirkung") bis er die Sitzstellung eingenommen hat. Wenn er sitzt, bekommt er sofort eine Belohnung in Form eines tollen stimmlichen Lobes (Anfangs überschwänglich mit ganz heller Stimme. Die Überschwänglichkeit wird später abgebaut, die helle Stimme bleibt!). Dieses Lob verstärken Sie am Besten noch mit einem kleinen Leckerbissens. Später wird der Leckerbissen immer mehr abgebaut und nur noch durch Lob ersetzt (bitte mit heller Stimme und Anfangs recht übertrieben). Nach etlichen Wiederholungen dieser Übung wird der Hund gelernt haben, sich allein auf das Hörzeichen "Sitz", ohne Körperhilfe, hinzusetzen. Er hat also über "hören" (Hörzeichen "Sitz") und "fühlen" (vorne hochnehmen und gleichzeitig hinten antupfen) verknüpft, dass er sich auf das Hörzeichen "Sitz" hinsetzen muss. Gleichzeitig kommt er durch seine Belohnung (Lob oder Leckerbissen) zu einer sogenannten Trieberfüllung, die die Übung immer abschließen muss! Allerdings haben Sie zum Lob immer nur 2 - 3 Sekunden Zeit, da Ihr Hund die Situation abspeichert und vergisst. Sind Sie zu langsam mit Ihrem Lob, wird Ihr Hund das Leckerlie zwar fressen, aber dass er damit für das soeben “Geleistete” gelobt wird, weiß er dann nicht. Also immer im Geiste: einundzwanzig, zweiundzwanzig - in dieser Zeit muss das Lob erfolgt sein!!!
WICHTG! In früheren Zeiten wurde gelehrt, man solle den Hund nach unten drücken. Dies funktioniert deshalb nicht, weil Druck immer Gegendruck erzeugt! Also tupfen Sie Ihren Hund locker und kurz an, dann haben Sie schneller und müheloser Erfolg und Sie verunsichern Ihren Hund nicht durch ein “zu Boden drücken” (so sieht er das), gegen das er sich wehren wird! Alle Einwirkungen, also das Wort “Sitz”, das vorne nach oben Nehmen und das Antupfen müssen gleichzeitig erfolgen, nur so hat der Hund die Möglichkeit Ort, Art und Zeitpunkt des Geschehens richtig zu verknüpfen und zu speichern!
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